Tipps für Deine Outdoor-Ausrüstung

Eigentlich braucht es für einfache Wanderungen nicht viel an spezieller Ausrüstung.

Ist man öfter oder länger unterwegs erleichtert eine gut gewählte Ausrüstung die Tour und erhöht den Spaß.

Bei schlechtem Wetter, in alpinen Regionen oder schwierigem Terrain ist eine hochwertige Ausrüstung Pflicht!

Ist eine Neuanschaffung fällig, lohnt es sich etwas mehr Zeit in Recherche zu investieren bevor man in den Outdoor-Laden seines Vertrauens geht und zuschlägt.

Auf dieser Seite möchten wir Euch unsere Einschätzung und unsere Erfahrungen im Bereich Outdoor-Ausrüstung darlegen und somit Tipps für Euren nächsten Einkauf geben.

Nur auf dieser Seite haben wir uns erlaubt Links zu externen Online-Shops einzubauen. Dies soll mehr Euch das Suchen nach passenden Produkten erleichtern als uns nennenswert nutzen. Ganz ohne persönliche Vorteile, jedoch aus eigener Erfahrung, können wir die stets kompetenten und freundlichen Mitarbeiter vom Globetrotter in Stuttgart empfehlen.

Wir gehen einmal durch von Kopf bis Fuß zum Thema Kleidung.

Verschiedene Rucksack-Kategorien stellen wir vor und weiteres Outdoor-Equipment wollen wir Euch vorstellen.

 

Kopfbedeckung:

Im Winter und sogar in der Übergangszeit ist eine Wollmütze oder Fleecemütze der Standard. Am besten darauf achten, dass die Ohren auch komplett mit abgedeckt sind und dieser Bereich innen mit einer zusätzlich eingenähten Fleece- / oder Stoffschicht gedoppelt ist.

Im Sommer als Sonnenschutz eine Basecap, einen Stoffschlauch (z.B. „Buff“) oder gar einen Hut mit Krempe der auch den Nacken abdeckt und so die Haut vor Sonnenbrand schützt.

 

Handschuhe:

Will man an kalten Wintertagen länger draußen unterwegs sein können Dicke Skihandschuhe nicht schaden. Am wärmsten sind Fäustlinge.

Bewegt man sich, empfehle ich Fleecehandschuhe mit einer windundurchlässigen Einlage (z.B. „Windstopper“).

Zum Radfahren im Sommer sind gepolsterte Fahrradhandschuhe zu empfehlen.

 

Oberkörper:

Stichwort: Zwiebelprinzip!

Mehrere dünne Kleidungsschichten isolieren besser als wenige dicke.

Funktionswäsche leitet die Feuchtigkeit besser vom Körper weg und lässt sie an der Oberfläche schneller verdunsten. So wird das „nassschwitzen“ vermindert und es fühlt sich angenehmer an.

Der Nachteil ist eine schnellere Geruchsbildung als mit „normaler“ Baumwollkleidung.

Direkt am Körper z.B. ein Baumwollunterhemd und T-Shirt zu tragen und dann darüber eine Funktionsjacke macht wenig Sinn.

Je nach Kälteempfinden und Jahreszeit ist die erste Schicht ein Unterhemd (ggf. langarm), dann ein T-Shirt darüber.

Weiter geht es mit einem Fleece-Pullover oder Fleece-Jacke / Weste.

Die oberste Schicht sollte eine Wind- und Wasserdichte Funktionsjacke sein.

Softshell-Jacken erfüllen diese Kriterien wenn sie neu sind, lassen aber bereits nach wenigen Stunden im Regen Wasser durch. Eine erneute Imprägnierung mit Spray ist hier leider keine dauerhafte Lösung.

Die beste Wahl ist eine Funktionsjacke mit wasserdichter Membrane (z.B. „GoreTex“, „SympaTex“,…)

Regelmäßige Pflege (Waschen mit speziellem Waschmittel sowie erneutes Imprägnieren) erhöht die Lebensdauer erheblich.

Wer Wert auf Nachhaltigkeit in der Herstellung seiner Kleider legt, dem können wir den Hersteller „Patagonia“ empfehlen.

 

Beinkleid:

Gleiches Prinzip wie am Oberkörper. In der kalten Jahreszeit wählt man eine lange Unterhose in der gewünschten Dicke, gerne auch eine Laufhose die gut anliegt. Darüber auch je nach Temperatur von einer Ski- oder Tourenhose, über eine lange Wanderhose bis zur Zip-Hose. Bei der Zip-Hose empfehlen wir die Modelle, bei denen die Beine auf Höhe der Knie abgezippt werden können. Ein Abzippen auf Wadenhöhe bringt an heißen Tagen keine wirkliche Erleichterung.

Ist nur Regenwetter angesagt empfiehlt es sich eine einfache Regenhose einzupacken. Diese kann dann über die normalen Klamotten drüber gezogen werden.

 

Füße:

Auch wenn beim Schwaben der Fuß bereits an der Hüfte beginnt, sprechen wir hier hochdeutsch…

Wer neue Schuhe hat und/oder sehr empfindliche Füße hat, der sollte ein Sortiment an Blasenpflastern auf jeden Fall dabei haben.

Gute Wandersocken sind eine lohnenswerte Investition. Die Kennzeichnung für links und rechts sorgt für lang anhaltend gute Passform am Fuß. Wechselt man öfters hin und her, leiern die Socken mehr aus und schmiegen sich nicht mehr optimal an die Füße und man bekommt schneller Blasen.

 

Schuhe:

Ein Turn- oder Joggingschuh ist zum Radfahren gut geeignet, zum Wandern aber nur eine Notlösung. Ein Trekking- oder Wanderschuh bietet ein festeres Fußbett, eine gröbere Sohle und bietet somit besseren Tritt auf Waldwegen.

Wanderschuhe sind in Kategorien (A bis D) eingeteilt. Für unsere Wanderungen reichen Schuhe in Kategorie A und B.

Zu empfehlen sind auch bei Wanderschuhen Modelle mit wasserdichter Membrane.

Meine persönliche Empfehlung sind klassische Lederstiefel vom österreichischen Hersteller „GEA“.

Die „Waldviertler“ Modelle „Tramper“ und „Sommertramper“ sind sehr bequem wenn sie eingelaufen sind, lange haltbar und werden außerdem nachhaltig produziert.

 

Wanderstöcke:

In alpinem Terrain bieten Teleskop-Wanderstöcke (z.B. von LEKI) mehr Sicherheit. Bei Abstieg entlasten sie die Knie. Für mehr Komfort gibt es auch gefederte Modelle. Für unsere Wanderungen benötigt man normalerweise keine Wanderstöcke und kann sich somit das zusätzliche Gewicht sparen.

 

Rucksack:

Hier lohnt es sich in ein Fachgeschäft mit guter Beratung zu gehen und verschiedene Modelle mit entsprechend Gewicht darin auszuprobieren. Verschiedene Hersteller bieten unterschiedliche Trage- und Rückensysteme an. Ein gut sitzender Rucksack ist für eine gelungene Tour das A und O.

Für eintägige Wanderungen reicht der so genannte „Daypack“ mit maximal 30 Litern Volumen aus. Es muss nicht unbedingt ein Wanderrucksack sein, ein vergleichbarer Fahrrad- oder Kletterrucksack geht genauso. Wichtig ist neben dem bequemen Rücken ein breiter Hüftgurt. Das meiste Gewicht sollte durch diesen Gurt auf der Hüfte lasten und somit die Schultern schonen.

Für mehrtägige Wandertouren gibt es größere und stabilere Rucksäcke. Aber man sollte versuchen so wenig wie möglich und nur so viel wie nötig einzupacken. Somit kann man vielleicht bei einem kleineren Rucksack bleiben und spart sich die extra Kilos auf dem Rücken.

Ist man mit dem Fahrrad unterwegs sollte man auf Packtaschen für den Gepäckträger ausweichen um sich das Gewicht im Kreuz zu sparen.

 

Trinkflasche:

Will man keine schweren Glasflaschen im Rucksack rumschleppen greift man am besten zu speziellen Trinkflaschen. Wir empfehlen anstatt Kunststoff oder Aluminium, Trinkflaschen aus Edelstahl (z.B. von „Klean Kanteen“).

Trinkblasen für Rucksäcke (z.B. „Camel-Back“) sind aus unserer Erfahrung eher schwierig zu reinigen und somit unhygienisch.

 

Sonnenschutz:

Jeder sollte für seine persönlichen Ansprüche passend eine Sonnencreme dabei haben. Es gibt auch spezielle Funktionsbekleidung die einen sehr hohen Lichtschutzfaktor haben. Für empfindliche Personen ist dies sehr zu empfehlen. Eine Kopfbedeckung (s.o.) ist dann obligatorisch.

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